Bewerbung und Vorstellungsgespräch – Label

In diesem Blogartikel soll es um das Thema Bewerbung und Vorstellungsgespräch gehen.

vorstellungsgespräch

In das Office unseres Labels kommen viele Newcomer Bands, die versuchen einen Deal für die VÖ ihres ersten oder zweiten Albums zu bekommen. Wir ihr euch auf so ein Gespräch vorbereiten solltet und wann überhaupt der richtige Zeitpunkt ist (meine Meinung) verrate ich euch gerne:

Wann ist der richtige Zeitpunkt an eine Bewerbung bei einem Label zu denken?

Die Frage ist in welcher Phase ihr euch gerade befindet. Möchtet ihr eure erste EP oder euer erstes Album veröffentlichen und habt noch keine große Fanbase aufgebaut, dann würde ich euch einen digitalen Dienstleister empfehlen. In der Regel reicht es in dieser Phase aus, eure Musik zum Streaming und Download verfügbar zu machen. Solltet ihr viel live spielen, dann könnt ihr bei einem Presswerk die Herstellung eurer CD in Auftrag geben. Die meisten Newcomer Bands die ich kenne, greifen hier auf das Angebot der HOFA zurück, da diese ein sehr gutes reis- Leistungsverhältnis bietet.

Seid ihr schon einen Schritt weiter, das heißt ihr spielt regelmäßig live, habt evtl. auch in der Presse schon einige Referenzen und ihr könnt den Vertrieb eurer Musik nicht mehr über den eigenen Online Shop abwickeln, dann macht es Sinn sich Gedanken um die Zusammenarbeit mit einem Label zu machen, oder sich direkt an einen Vertriebspartner zu wenden.

Die Bewerbung

Im Idealfall bereitet ihr eure Bewerbung grundsätzlich erstmal wie jeder andere vor. Sammelt so viele Informationen über das Unternehmen wie ihr bekommen könnt. Heutzutage hat jedes Label eine gute Homepage und Social Media Kanäle. Macht euch eine Liste mit den Punkten die euch bei einem Geschäftspartner wichtig sind. Jedes Unternehmen hat andere Schwerpunkte und Angebotspakete. Was könnt ihr selber machen? Wo braucht ihr Unterstützung? Zu welchen Konditionen könnt ihr euch eine Zusammenarbeit vorstellen? Was kommt gar nicht in Frage! Findet einen direkten Ansprechpartner (evtl. durch ein direktes Telefonat heraus).

Eine Gute Bewerbung kann gerne kreativ und nach dem Image der Band gestaltet werden. Es müssen alle wichtigen Informationen zur Band vermittelt werden. Ganz wichtig sind Zahlen und Fakten (bisherige Verkäufe, Anzahl der Konzerte pro Jahr, Abonnenten der Social Media Plattformen…)

DAMIT KÖNNT IHR PUNKTEN!!!  Versucht den zukünftigen Partner einen Mehrwert zu bieten. Was hat der Geschäftspartner von der Zusammenarbeit mit euch? Wo liegen eure Stärken? Welche Referenzen bringt ihr mit?

Vorbereitung auf die Einladung zum Gespräch

Macht euch eine Liste mit den Informationen die ihr bisher über das Unternehmen gesammelt hat. Informiert euch bei Künstlern die bereits mit dem Unternehmen zusammen arbeiten (Sind diese Künstler zufrieden? Wo sind evtl. Schwächen?)

Ein paar wertvolle Tipps hab ich mir von meiner Kollegin Ariane Wilikonsky geholt – die erfolgreich als Sprach- und Kommunikations Trainerin arbeitet.

Das Vorstellungsgespräch

Mein Eindruck ist das Künstler grundsätzlich zu spät kommen – mit Pünktlichkeit könnt ihr also den ersten Pluspunkt sammeln. Bereitet euch auf das Gespräch gut vor? Haltet die gesammelten Informationen griffbereit. Macht euch eine Liste mit Fragen die noch geklärt werden müssen! Seid selbstbewusst aber realistisch. Seid offen und ehrlich. Klärt ganz deutlich welche Punkte euch wichtig sind und ob der potentielle Partner diese erfüllen kann.

Stellt Fragen! Was hat den Partner überzeugt euch zum Gespräch einzuladen? Welches Feedback könnt ihr mitnehmen? Welche Zusammenarbeit kann sich der Partner vorstellen?

Nachbereitung – was nach dem Gespräch passieren sollte

Mit dem Vorstellungsgespräch ist dieser Bewerbungsprozess natürlich in der Regel noch nicht abgeschlossen. Ich kann euch nur davon abraten den erstbesten Vertrag den man euch vorlegt zu unterschreiben. In der Regel ist es kein Problem dem Vertrag mitzunehmen, sich in Ruhe zu besprechen und dann nochmal einen Termin zu Vertragsunterzeichnung anzusprechen. Nehmt euch die Zeit eine Pro und Kontra Liste anzufertigen. Je nach Vertrag, kommt ihr nicht mehr so eicht davon los, habt ihr einmal eure Unterschrift drunter gesetzt.

Habt ihr alle Vertragsdetails geklärt und euch für die Zusammenarbeit mit einem Partner entschieden, dann müsst ihr das Ganz ein einem Vertrag festhalten. So gut ihr eurer Gegenüber auch zu kennen scheint, verlasst euch NIEMALS aus mündliche Absprachen und Handshake Deals – wenn es ernst wird, dann habt ihr NICHTS in der Hand. Sichert euch lieber einmal mehr ab als zu wenig.

 

Ich hoffe, dass euch dieser Artikel ein bisschen weiter geholfen hat und ihr gut vorbereitet für das nächste Vorstellungsgespräch seid.  Solltet ihr weitere Fragen zu diesem Thema haben, dann schreibt gerne einen Kommentar unter diesen Beitrag.

Erfolgreiches Verhandeln wünsche ich euch 🙂

Kommentar verfassen