Interview mit Luca Opifanti von ANTIHELD

Vergangene Woche durfte ich ANTIHELD Sänger Luca in seinen vier Wänden in Bad Cannstatt besuchen. Mit seiner Behauptung den schönsten Balkon im Stadtteil zu haben, hat sich der junge Mann weit aus dem Fenster gelehnt. Von dieser Aussage musste ich mich als inzwischen, langjähriger Fan der Band natürlich direkt überzeugen.

Ich hab zwar noch nicht viele Balkone in Bad Cannstatt betreten, aber ich muss zugeben, dass Luca schon eine ziemlich schönen Platz geschaffen hat. Er scheint was von dem grünen Daumen seiner Mutter, die als Floristin arbeitet, abbekommen zu haben.
In den Bäumen die sich um das Nachbarhaus reihen, schreien an schönen Tagen die Papageien, die vor Jahren aus der Wilhelma ausgebrochen sind und inzwischen wild und frei leben. Auch die Nachbarschaft scheint attraktive Einblicke in das Privatleben zu bieten 😉

Ich hab die Zeit natürlich auch genutzt um Luca ein bisschen über die aktuellen Pläne der Band auszuquetschen. 😉 Leider darf ich vieles noch nicht erzählen, aber ich kann euch verraten, dass ihr an der Band in einigen Monaten nicht mehr vorbei kommen werden. Wer die Band also nochmal hautnah und persönlich erleben möchte, der sollte die Augen und Ohren offen halten, es gibt noch ein paar Straßen Konzerte in diesem Sommer. Anfang 2017 wird dann voraussichtlich das Debüt Album der Band erscheinen.Außerdem hat Luca mit Hilfe deiner Bandkollegen, in Nürtingen eine Musikschule für Menschen mit Behinderung eröffnet. Als gelernter Heilerziehungspfleger hat er das nötige Know- How und seine Leidenschaft zur Musik und er die perfekte Voraussetzung und diesen Menschen etwas Neues beizubringen.

Antiheld_ Luca
Wer die Band Antiheld noch nicht kennt, hier ein paar Infos (Aktueller Pressetext):
2015 war bisher DAS Jahr für das Stuttgarter Deutschpop-Quintett ANTIHELD. Nach dem PLAY LIVE Sieg Ende 2014 geht es rund für die fünf Jungs und der Tourbus steht seitdem kaum still. Mit dem Southside, dem Open Flair, dem Mini-Rock-Festival und einer Support-Show für The BossHoss vor 10 000 Leuten waren auch ein paar echte Highlights dabei und der Name ANTIHELD wurde durch Deutschland getragen.
Batman, James Dean, Don Quijote: Die Liste der Antihelden aus mehreren Jahrhunderten zieht sich durch Comic, Film und Literatur. Antihelden sind nicht unfehlbar, gerade ihre Schwächen machen sie sympathisch. Von dieser Idee leben die Texte von Sänger Luca Opifanti und das Lebensgefühl, das die Band in ihren Songs transportiert.
Geprägt von einer Generation, die nach drei abgebrochen Studiengängen immer noch ratlos ist, keine Rente einbezahlt und irgendwie nicht so recht weiß, was ihr Ding ist, stürzt sich ANTIHELD in die tiefe Sehnsucht, die das Rationale auch mal ausblendet. Sicher, die Musik darf auch mal heldenhaft sein, leidenschaftlich sowieso: ANTIHELD schrecken nicht vor großen Refrains und drastischen Worten zurück. Pathetisch? Ja. Kitschig? Nein.
Hooklines wie „Ich will dich küssen, wenn die ganze Welt brennt“ oder „Ich hasse deine Mutter… Dafür, dass du so schön bist!“ bringen Emotionen, die jeder schon durchgemacht hat, auf den Punkt.
Liebe und Schmerz, Heldentum und Scheitern sind immer direkt nebeneinander, ANTIHELD eben.
 
Mehr Infos zur Band:

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