Interview mit Martin Kluck von Kipepeo Clothing

Kipepeo Clothing

Wie viel ist euch ein T-Shirt wer? Diese Frage habe ich mir in den letzten Tagen häufiger gestellt. Wir leben in einer Wegwerf- Gesellschaft. Wir kaufen im Jahr lieber 30 T-Shirts für 3 Euro, die wir dann eine Saison tragen und um sie dann für den nächsten Modetrend wegzuschmeißen, statt langfristig in ein T-Shirt guter Qualität zu investieren. Zu schnell wechselt der Trend was Schnitt und Farbe angeht.

Vor einiger Zeit wurde in mehreren Großstädten, die von Modeketten wie „H&M“, „New Yorker“ und „Primark“ regiert werden, ein kleines Experiment durchgeführt. Zahlreiche Reportagen weisen auf die Misstände in den billigen und unter schlechtesten Bedingungen geführten Textil Produktionen hin, doch interessiert uns das wirklich? Ändern diese Reportagen etwas an unserem Einkaufsverhalten?

Ich möchte mich von dem Ganzen gar nicht ausschließen. Auch ich kaufe regelmäßig bei diesen Modeketten, aber jetzt ist es Zeit etwas daran zu ändern!

Jeder Einzelne von uns hat es in der Hand, diese Problem aus der Welt zu schaffen. Die Arbeit und das Leben anderen Menschen Wert zuschätzen und lebenswerter zu machen. Auch DU und ICH wollen für unsere Arbeit einen gerechnet Lohn bekommen, warum sollten wie diesen Menschen das Recht darauf verwehren.

Es gibt Menschen die mit guten Beispiel voran gehen: Einer davon ist mein Kollege Martin Kluck, der gleich ein ganzes Unternehmen aufgebaut hat, um Kindern in Afrika einen Schulunterricht zu finanzieren und den Eltern eine Beschäftigung unter guten Arbeitsbedingungen zu ermöglichen.

Kipepeo Clothing – Kleine Zeichner, große Ziele

Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom Schmetterling, der mit einem Flügelschlag einen Sturm entfacht? Der Flügelschlag von Kipepeo (Schmetterling auf Kiswahili) ereignete sich im Jahr 2008, in einer Schule in Tansania und er kam in Form einer Kinderzeichnung, die dem Aushilfslehrer Martin geschenkt wurde. Er druckte es auf T-Shirts und verkauft sie, um die Schulgebühren des Mädchens zu finanzieren. Daraus entstand das Stuttgarter Sozialunternehmen Kipepeo, das durch ein starkes Netzwerk von Helfern unterstützt wird. Heute lässt es fair produzierte T-Shirts aus Bio-Baumwolle in Tansania herstellen und in Deutschland mit Zeichnungen von tansanischen Mädchen und Jungen bedrucken. Mit dem Erlös bezahlt Kipepeo Schulgebühren und -Materialien sowie den Bau neuer Schulgebäude in Afrika.

Wenn ihr das kleine Unternehmen unterstützen möchtet, dann schaut mal auf der Homepage vorbei!

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