DeutschFM Interview mit Mark Forster

Mark Forster

Für das DeutschFM Webradio durfte ich Mark Forster vor seinem Konzert im ClubCANN in Stuttgart zum Interview treffen.

Wie kam es dazu, dass ihr den Titel „Au Revoir“ für die WM umgeschrieben habt?

„Das war mehr ein Joke. Au Revoir war ja schon vor der WM ein Platin Hit und am Donnerstag vor dem WM Finale haben Sido und ich uns einfach aus Spaß getroffen und einfach mal einen Fußball Text darüber geschrieben. Ich hab das dann anschließend der Plattenfirma geschickt und am Samstag danach war das dann auf einmal auf fast allen Radiosendern zu hören. EinsLive zum Beispiel hat das dann stündlich gespielt…  Ich hab auch gehört, dass das im Fußball Stadion lief… totaler Wahnsinn.“

Es war also nicht geplant, dass es so in dieser Form veröffentlicht wird? Das es dann so erfolgreich wird, kann man ja sowieso nicht planen, oder? 

„Naja, wenn man plant einen Fußball Hit zu machen, dann sollte man vielleicht früher als zwei Wochen vorher damit anfangen. Also wirklich geplant war das nicht!“

Hattest du denn Zeit die WM zu verfolgen?

Ja klar. Ich hab jetzt nicht jedes Spiel sehen können, normalerweise versuche ich zur EM und WM schon jedes Spiel zu gucken, dafür hatte ich dieses Jahr nicht so richtig Zeit.“

Hättest du damit gerechnet, dass wir ins Finale kommen und dann auch noch gewinnen? 

„Ich hatte kein schlechtes Gefühl. Es war eine bisschen eine Wundertüte, weil so viele wichtige Spieler verletzt waren. Ich dachte, dass die Brasilianer nicht stark genug sind und die Spanier auch so ein bisschen satt und da war ich nicht pessimistisch. Es hat mich gewundert, dass die Stimmung nicht so krass war, wie zur WM in Deutschland.“

Warst du schon mal bei einem WM Spiel im Stadion? Bei welchen Spiel wärst du gerne dabei gewesen?

„Bei dem Halbfinale gegen Brasilien wäre ich gerne dabei gewesen. Aber ich war noch nie bei einem Länderspiel dabei. Vielleicht kommt das ja noch!“

Kommen wir mal zurück zur Musik. Wie bist du dazu gekommen?

„Meine Mutter hat mich dazu gezwungen Klavier Unterricht zu nehmen und da hab ich nie geübt und war sehr faul. Ich hab immer lieber meine eigenen Sachen vor mich her geklimpert und mein Leher hat das schnell erkannt und dann daran mit mir weiter gearbeitet. Aus irgendeinem Grund hab ich dann nie wieder damit aufgehört. Ich hab wahnsinnig viele schlechte Lieder geschrieben und irgendwann wurden die dann auf einmal besser und ehrlicher und irgendwann haben dann Leute angefangen sich dafür zu interessieren.“

Ich hab gelesen dass du auch mal Jingles für TV Sports gemacht hast!?

„Ja, ich hab die Titelmelodie für die Show von Kurt Krömer geschrieben.“

Wie lange brauchst du so im Schnitt um einen Song zu schreiben? 

„Lange! Ich schreib für so ein Album viel mehr Songs, als dann auf der Platte landen. Für „Bauch oder Kopf“ hab ich 40 -50 Demos aufgenommen. Dann entscheide ich mich irgendwann für 20 und an denen habe ich dann nochmal 1,5 Jahre gearbeitet. An den Texten und den Melodien… ich bin langsam.“

Was passiert mit den Songs die es nicht auf Album schaffen? Landen die in einer Schublade, oder werden die weg geschmissen?

„Keine Ahnung. Ein paar werden vielleicht so B- Seiten, die ich immer noch geil finde, aber die nicht auf das Album gepasst haben. Bei den andere hat es einen Grund dass die es nicht auf das Album geschafft haben und die sind dann auch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.“

Wonach wählst du die Lieder aus die dann auf das Album kommen?

„Bei mir ist der Text ziemlich wichtig.Wenn mich mein eigener Text wieder in das Gefühl zurück versetzt, dann ist er für mich gut genug.“

Gibt es eine Botschaft die du mit deinen Texten vermitteln möchtest, wenn du sagst es sind kleine Weisheiten drin?

„Ganz viele kleine Botschaften. Ich bin ja kein politischer Künstler, der was grundsätzliches in die Welt posaunen möchte. Ich hab jetzt ein paar Etappen und Erkenntnisse in meinem Leben gehabt, die mir weitergeholfen haben und die besinge ich dann manchmal. Der Song „Au Revoir“ wird zum Beispiel oft missverstanden – Eigentlich geht es darum seine Träume die man hat anzupacken und umzusetzen!“

Wer das ganze nochmal in audioform anhören mag, findet ihr das Video zum Interview

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