Selbstvermarktung – Das Pippilotta Projekt

„Ich weiß was ich will und ich werde es mir holen!“ ist der Untertitel des Buches „Das Pippilotta Projekt“ von Christine Weiner und Carola Kupfer.

Da ich im Moment fleißig auf der Suche nach neuem Input bin, habe ich bei meinem letzten Besuch in der Bibliothek unter anderem auch dieses Buch ausgeliehen. Da Pipi Langstrumpf auch Heldin meiner Kindheit war, hat mich der Titel des Buches sofort neugierig gemacht.

Dieses Buch ist an Frauen gerichtet, dich sich ihrer Kompetenz und ihren positiven Eigenschaften nicht bewusst sind und dadurch den Männern gerade im beruflichen Bereich immer noch hinterher hinken.

Wie hätte Pippi Langstrumpf als berufstätige Frau agiert? Schließlich lässt sie sich weder abhalten noch abschrecken und ist immer an Neuem interessiert. Sie ist aufmüpfig, mutig und offen. Sie prescht lieber vor, als darauf zu warten, dass ihr Glück in den Schoß fällt. Nicht Vorgesetzte und Hierarchien, so darf man vermuten, würden bestimmen, wo es für sie langgeht und welche Bedeutung eine Aufgabe hat. Wenn jemand entscheidet, dann wäre sie das selbst.

In diesem Blogartikel möchte ich mal versuchen einige Fakten und Ideen auf das Musikbusiness übertragen.

Ganz eindeutiger Fakt ist, dass auch in der Musikbranche Männer in der Regel erfolgreicher sind als Frauen. Doch woran liegt das eigentlich?

Auch hier liegt wohl das Problem in der Erziehung, die wir jahrelang erfahren haben. Anerzogene Eigenschaften, wie Rücksicht auf Andere und Zurückhaltung sind bei Frauen einfach stärker aufgeprägt. Jungs lobt man für strebsames Vorpreschen – ob im Sportverein oder in der Schule. Von Mädchen wird noch zu oft das Gegenteil erwartet. Das Sicherheitsgefühl und die Frage „Was ist dann?“ ist oft das größte Hindernis die eigenen Träume zu verwirklichen.

Gedanken die uns im Kopf spuken:

  • Nur wer alles richtig macht, ist gut!
  • Nur wer perfekte Arbeitsergebnisse abliefert, setzt sich von anderen ab und wird gefördert.
  • Nur eine perfekte Leistung bekommt Anerkennung.
  • Wer Fehler macht, wird abgelehnt.
  • Nur wenn ich etwas perfekt gemacht habe, kann ich meinen Erfolg genießen und feiern.
  • Ich hab Angst vor Fehlern.

In dem Buch „Das Pippilotta Projekt“ wird das berufliche vorankommen mal aus der Sichtweise von Pippi Langstrumpf betrachtet.

pippilotta

Warum sind auch in der Musikbranche die Männer ganz vorne? Die Antwort scheint einfach zu sein – so wie ein Immobilienmakler nicht nur ein kaltes Bauwerk anpreist, sondern Wohnträume in den Köpfen der Kunden erschafft, verkaufen Musiker nicht nur Musik, sondern erschaffen Bilder und Geschichten in unseren Köpfen. Sie wecken Emotionen und entführen uns in eine Welt abseits des Alltags. Aber können Frauen dies nicht genauso gut?

Ja, können Sie! Ich denke, dass bei Frauen oft der Faktor „Neid“ eine sehr große Rolle spielt. Es ist quasi unmöglich mit diesen perfekten Fassaden mitzuhalten. Vermutlich liegt gerade hier ein Grundstein des Erfolgs bei Künstlerinnen, wie Adele, die keine 90-60-90 Maße hat, oder Pink die auch gerne mal frech und ungehobelt daherkommt. Außerdem scheinen sich diese Künstlerinnen ihrer Stärken und Schwächen bewusst. Sie haben das Talent beides authentisch verkaufen zu können. Es fällt leicht sich mit diesen Persönlichkeiten zu identifizieren.

Um sich und seiner Kunstform Aufmerksamkeit zu verschaffen muss man längst mehr anbieten. Auch wenn der Popbaukasten für den Charthit wunderbar funktioniert, wie Jan Böhmermann eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Was ist jetzt das Fazit aus diesem Buch, bezogen auf das Musikbusiness?!

Frauen können genauso erfolgreich sein und sich in der Branche behaupten, wie die Männer. Es gibt verschiedene Möglichkeiten seine Stärken und Schwächen zu erkennen und authentisch zu präsentieren. Ganz wichtig ist es für sich selbst ein Ziel zu definieren, das man erreichen möchte und dann mutig zur Tat zu schreiten um dies auch zu erreichen. Selbstbewusst Feedback und Ergebnisse bei Freunde, Kollegen und Partnern einfordern.

Und ein ganz persönlicher Tipp, macht es nicht nach dem Böhmermann Baukastenprinzip, denn das mag kurzfristig erfolgreich sein, bringt euch aber auf die Dauer keinen Schritt weiter.

Versucht doch einfach mal eure aktuelle Situation mit den Augen von Pippi Langstrumpf zu betrachten. Welche Ratschläge würde Sie euch wohl geben?

 

Ich hoffe, dieser Blogeintrag hat euch einen kleinen Einblick gegeben. Ich kann euch dieses Buch sehr weiterempfehlen, wenn ihr euch eurer Stärke noch nicht bewusst seid und ihr den ein oder anderen Ego Pusher braucht um eurem beruflichen Ziel näher zu kommen.

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