Live like a tree (Teil 2 – Dein Baumstamm)

Teil 2 meiner Gedanken zum Vergleich des Lebens mit dem Bild eines Baumes, dreht sich um den Baumstamm.

Nicht zuletzt inspiriert von dem Song „No Roots“ von  Alice Merton, hab ich hab mir in den letzten Wochen sehr viele Gedanken zu den Gemeinsamkeiten des menschlichen Lebens und dem eines Baumes gemacht und dabei sind ein paar schöne Sinnbilder entstanden die ich gerne mit euch teilen möchte.

Der Stamm eines Baumes steht für mich als Symbol der Persönlichkeit. Alles was du bist kannst du dort spiegeln.

So wie die Wurzeln für unsere Basis stehen, so steht der Stamm für unsere Persönlichkeit. Genährt von den genetischen Veranlagungen und der Erfahrungen die wir machen, baut sich unser Stamm immer weiter aus. Gewinnt an Umfang und Stabilität. Sobald wir aus dem Mutterleib entbunden wurden, werden wir für unsere Außenwelt sichtbar – so wie ein Keimling, der durch die Erdoberfläche dringt. Ab diesem Moment sind wir unzähligen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Familie, Freunde und Bekannte die unser Leben begleiten und beobachten. Die uns Ratschläge und gut gemeinte Kritik liefern, ob wie Sie hören wollen oder nicht…

Die Jahresringe des Baumes, können für die Lebensjahre stehen. Jedes Jahr verläuft anders – Höhen und Tiefen, neuer Erfahrungen, neue Menschen die in dein Leben treten. In den ersten Lebensjahren lernen wir besonders viel und entwickeln uns schnell. Wir lernen sitzen, krabbeln, laufen und die ersten Worte. Wir lernen den Menschen die uns täglich umgeben zu vertrauen. Bauen eine Bindung zu unseren Eltern und Verwandten auf.

Sicher machen wir auch eine Menge Fehler. Niemand fängt an zu laufen ohne hinzufallen. Im kindlichen Alter empfinden wir scheitern jedoch nicht als Katastrophe. Wir stehen einfach wieder auf und versuchen es noch einmal. Leider geht uns diese Einstellung, spätestens wenn uns in der Schule jeder Fehler mit fetter roter Schrift vor Augen gehalten wird verloren.

Das was wir sind und das was uns ausmacht kann uns niemand nehmen. Zumindest nicht vollständig. Selbst nach dem Tod, gibt es immer ein paar Teile die von uns übrig bleiben. Irgendwie finde ich das eine schöne Vorstellung.

Mit jeder Erfahrung gewinnt dein Baumstamm an Umfang. Hast du eine stabile Basis ( Teil 1 – Deine Wurzeln) dann kannst du auch schwierige Lebensphasen einfacher überstehen. Je bewusster du deiner persönlichen Stärken und Schwächen bist, desto besser kannst du dich gegen Umwelteinflüsse schützen. Der Druck von Außen lässt sich leichter ertragen. Lob und Anerkennung kann man einfacher annehmen und genießen.

Die Baumrinde symbolisiert die Haut – auch da gibt es in der Optik große Unterschiede. Manche sind hell wie eine Birke, einige haben eine grobe Struktur wie eine Eiche, der ein oder andere trägt Erinnerungen an eine verlorene Liebe. An einigen Stellen, haben gescheiterte Ziele und Träume ihre Spuren hinterlassen.


Falls ihr abends mal eine ruhige Minute Zeit habt, dann versucht doch mal zu reflektieren. Wie würde euer Lebensbaum aussehen? Welche Erlebnisse haben Spuren auf eurer Haut hinterlassen? Welche guten und schlechten Erfahrungen habt ihr bisher gemacht? Was sind eure Ziele und Träume?

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